Missstand Erwachsenenvertretung
Shownotes
Seit vergangenem Jahr beschäftigt uns ein Thema intensiv: das System der Erwachsenenvertretung in Österreich. Rund 70.000 Menschen haben eine solche Vertretung, weil sie als nicht entscheidungsfähig eingestuft wurden. Doch was im Grunde zu ihrem eigenen Schutz dient, führt durch Fehler im System zu Missbrauch und Missständen.
Darüber wurde beim DOSSIER-Hinterzimmer im Theater im Bahnhof in Graz am 25. März 2026 lebhaft diskutiert. Etwa über einen Fall, bei dem ein privater Erwachsenenvertreter 37 Klient·innen um insgesamt mehr als 700.000 Euro geschädigt hat. Er wurde im Dezember 2025 zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, verließ jedoch kurz darauf mit Fußfessel das Gefängnis. Die Betroffenen bangen weiter um ihr Geld. Auf der Bühne sprachen die DOSSIER-Redakteur·innen Eja Kapeller und Julia Herrnböck mit dem Grazer Richter Reinhard Hergl und Robert Müller vom Vertretungsnetz Steiermark.
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